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ccWAP.com Newsletter No 11 - 2001


B. Newsletter Deutsch

0. Anleitung zum Aufbau und Betrieb eines eigenen WAP Gateways (GSM und GPRS) mit WTLS
1. Hong Kong 3G Lizenzen
2. BT und Deutsche Telekom
3. 2.5G in Thailand
4. Merger zwischen SK Telecom und Shinsegi
5. Dänemark's 3G Auktion
6. Norwegisches 3G-Fiasko
7. Donald und WAP
8. GPRS in den USA
9. 3G in Japan
10. SMS Terroristenspass endet als bitterer Ernst



0. Anleitung zum Aufbau und Betrieb eines eigenen WAP Gateways (GSM und GPRS) mit WTLS

Mit einerm eingenem WAP Gateway hat man gegenüber der Einwahl über einen der
Netzbetreiber wesentliche Vorteile: Zunächst einmal greift man mit dem WAP
Handy direkt auf die eigenen Daten bzw. Applikationen zu, d.h., keine Daten
werden über das Internet geleitet. Weiterhin findet der Verbindungsaufbau
zum eingenen Gateway wesentlich schneller statt, die Verbindung ist zudem
dank WTLS gesichert und schliesslich sind die Verbindungkosten geringer, da
man nicht eine WAP Nummer der Netzbetreiber zu 39 Pfennig, sondern die
eigene Telefonnummer im Unternehmen anwählt und die Einwahl wie ein normales
Telefongespräch abgerechnet wird: nutzt man den Citytarif, ist es wesentlich
günstiger als die bekannten 39 Pfennig.

Über das eigene WAP Gateway kann man so schnell nicht nur auf statische,
sondern auch auf dynamische Daten zugreifen: Datenbanken, Produktionsdaten,
Messwerte etc. Ein Zugriff auf z.B. Access, Oracle, DB2 Datenbanken ist
genauso möglich wie das uploaden neuer Daten per FTP. Gleichzeitig können
sich über so ein System 2 bis über 200 Personen einwählen, wobei über ein
Webinterface unerwünschte Nummern ausgeschlossen werden können.

Zusätzlich sind bei Benutzung des Gateway mit GPRS Handys viele weitere
Funktionen möglich. Da GPRS Handys stets online sind, kann man Push Dienste
nutzen. Mann kann feststellen, wer online ist und nur diese in eine Aktion
integrieren, man kann Informationen und wichtige Mitteilungen an Handys
senden, ohne dass diese erst durch den User angefordert werden müssen, z.B.
für Notfallsysteme im Produktionsgewerbe. Abgerechnet wird Paketorientiert,
man zahlt also nur für die übertragene Datenmenge. Benutzt man ein eigenes
WAP Gateway, kann man z.B. Graphiken oder Werbung ausblenden lassen und so
die anfallenden Kosten wesentlich kürzen. Ein voll funktionierendes WAP
Gateway können Sie unter www.checkcom.de downloaden. 
Dort erhalten Sie die ebenfalls die dazu erforderliche Demo-Lizenz. Neu hinzugekommen ist eine
genaue Anleitung für den Aufbau und Betrieb des WAP Gateways unter Linux und
Windows Installationsanleitung Linux - Installationsanleitung Windows



1. Hong Kong 3G Lizenzen

Alle 4 3G Lizenzen, welche von der Regierung Hong Kongs ausgeschrieben
wurden, sind vergeben. Zuerst schien einer eigentlichen Auktion nichts im
Wege zu stehen, da es auf dem Territorium Hong Kongs Sechs verschiedene
Mobile Provider gibt. Zwei davon hatten es jedoch abgelehnt für die 3G
Lizenzen zu bieten und so bekamen die restlichen Vier je eine Lizenz
zugesprochen. Jeder Provider muss mindestens 6.4 Millionen US $ jährlich an
die chinesische Regierung bezahlen. Falls 3G populär wird, ist mit enormen
Preisverschärfungen für die Anbieter zu rechnen.


2. BT und Deutsche Telekom

BT und Deutsche Telekom haben beschlossen Ressourcen für den Aufbau ihrer
3G-Netzwerke zusammenzulegen. Beide Konzerne sparen mit dieser Methode
mehrere Milliarden Euros. Viele andere Firmen waren gezwungen oder sahen
bessere Chancen, wenn Sie mit einer ehemaligen Konkurrenzfirma
zusammenarbeiten würden um ein 3G Netz aufzubauen. Während BT ihre Services
Anfang 2003 aufnehmen will, ist Deutsche Telekom schon einige Schritte
weiter und möchte bereits im 3. Quartal von 2002 ihren UMTS Betrieb
aufnehmen.


3. 2.5G in Thailand

Motorola, eine der führenden Konzerne in der mobilen Telekommunikation hat
bekanntgegeben, dass sie dem lokalen Mobilfunkbetreiber CP Orange das
Fundament für ein 3G Netzwerk, ein 2.5G Netz aufbauen werden. Motorola wird
ein 1800MHZ GSM/GPRS Netzwerk installieren und auch andere grundlegende
Technologien für CP Orange bereitstellen, welche in naher Zukunft ein
UMTS-Netzwerk in Thailand ermöglichen könnten.


4. Merger zwischen SK Telecom und Shinsegi

SK Telekom, der grösste koreanische Mobilfunkanbieter, hat den Merger mit
Shinsegi Telecom bekanntgeben. Die eigentliche Fusion findet am 1.Januar
2002 statt. Dieser Schachzug wird SK Telecom helfen, dessen Markposition
noch mehr auszubauen. SK Telecom plant auch in den nächsten Jahren ein UMTS
Netzwerk aufzubauen. Wann genau dies der Fall sein wird ist momentan noch
unklar.


5. Dänemark's 3G Auktion

Die diesmonatige dänische 3G Auktion hat 4 Firmen mit je einer 3G Lizenz
hervorgebracht. Das absolute Preisminimum für eine 3G Lizenz waren 67.1
Millionen Euros (500 Millionen dänische Kronen). Die Lizenzen haben eine
Gültigkeitsdauer von 20 Jahren. Die 4 erfolreichen Bieter waren TDC, Orange,
wohinter sich Telecom France verbirgt, Hi3G (Hutchison) und der schwedische
Milliardenkonzern Telia. Dänemarks Regierung rechnet damit, dass 3G in der
letzten Hälfte von 2002 starten werden. Die anderen Firmen, welche geboten
haben müssen entweder eine Kooperation/Merger mit den erfolgreichen Bietern
aushandeln oder sie werden die 3G Ära nicht überleben.


6. Norwegisches 3G-Fiasko

Enitel AS, eine der grössten Telekomfirmen in Norwegen musste diesen Monat
den Bankrott bekanntgeben. Der Grund für diese finanzielle Katastrophe sind
die extreme hohen Investionen in die UMTS Lizenzen, welche Enitel fast im
Alleingang getätigt hat. Letzten Montag hat Enitel AS bekanntgegeben, dass
Sie verschiedenen Organisationen über 360 Millionen Euros schulden. Die
einzige Möglichkeit für eine Wiederbelebung läge in dem Merger mit einem
enorm finanzkräftigen Partner.


7. Donald und WAP

Donald Duck auf Ihrem Handy ? Das kann für die Bewohner Hong Kongs bald zur
Realität werden. Die Walt Disney Internet Group hat schon für NTT DoCoMo
(i-Mode) Services dieser Art ins Leben gerufen, aber jetzt planen Sie den
Schritt in die "reguläre" WAP-Welt in Zusammenarbeit mit Hutchison. Noch in
diesem Herbst wird es in Hong Kong möglich sein mit einem Orange Dualband
oder über das CDMA Netzwerk Disney Logos, Klingeltöne, E-Cards etc. zu
schicken und zu empfangen. Diese Services können mit WAP-Handys und auch per
SMS benützt werden. Falls die Services erfolgreich sind, plant der Disney
Konzern auch einige interaktive Games.


8. GPRS in den USA

Als einer der ersten Provider bietet der Telekommunikationskonzern GoAmerica
seinen Abonnenten ein komplettes GPRS-Netz an. Die Services sind als
Resultat einer Kooperation auch für die Kunden des kanadischen Rogers AT&T
Wireless erhältlich. Alle Kunden können in ganz Nordamerika E-mails
senden/schreiben, spezielle eShops ansurfen, Software downloaden und mehr.
GoAmericas 2.5G Netz ist eines der ersten seiner Art in den USA.
www.goamerica.net


9. 3G in Japan

In Sachen mobiles Internet hat immer noch Japan die Nase vorn. NTT DoCoMo
hat nun endlich als erstes Telekomunternehmen einen 3G-Service aufgenommen.
Das erste 3G-Netzwerk der Welt und die ersten 3G Handys sind ab sofort in
Japan erhältlich. Leider ist aber trotz einer immensen Marketingkampagne die
grosse Begeisterung unter den Japanern ausgeblieben. DoCoMo's Handys
ermöglichen es farbige Bilder, Animationen oder gar Video per Handy zu
senden und zu empfangen. Dies lässt aber viele User kalt und viele i-Mode
Abonnenten fragen sich warum sie überhaupt ein 3G-Handy kaufen sollen. NTT
DoCoMo's Erwartungen sind deshalb nüchtern: Man erwartet, dass 10% der
DoCoMo User bis zum Jahr 2004 über ein 3G-Handy telefonieren und surfen. Die
guten Neuigkeiten sind, dass der Rest der Welt immer noch sehr weit von
einem 3G Netz entfernt ist. Es sind sich jedoch die meisten Experten einig,
dass das nächsten UMTS-Land irgendwo in Zentraleuropa liegen wird.


10. SMS Terroristenspass endet als bitterer Ernst

Ein SMS-Witz welcher in Belgien seinen Ursprung hat, ist von der belgischen
Polizei sehr ernst genommen worden. Ein junger Spassvogel hat ein SMS in
alle Welt versandt. Die Worte des SMS lauteten: I was wondering if I can
stay with you for a couple of days. Everybody's so angry with me. And I
really need a friend. Yours truly, Osama bin Laden
Die belgische Polizei wurde auf das sehr populäre Kettensms aufmerksam und
verfolgte es bis an seinen Ursprung. Der "Urheber" des SMS wurde prompt
verhaftet und erst nach einem Tag Gefängnis wieder freigelassen, als die
Polizei keine Verbindung irgendeiner Art zu Terroristen feststellen konnte.


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