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ccWAP.com Newsletter No
12 - 2001
B. Newsletter Deutsch
1. Sweden handelt: 3G Netzwerk wird gebaut
2. Trotz Rezession investiert Orange stark in UMTS
3. Kanadische Mobile-Kooperation
4. Französische Regierung senkt die Preise für die 3G-Lizenzen.
5. Deutsche Regierung weigert sich, die 3G-Lizenzkosten zu senken
6. Sony-Ericsson verschiebt die Ankunft von 3G-Handys
7. GPRS-Start in China
1. Sweden handelt: 3G Netzwerk wird gebaut
Falls Schweden in diesem Tempo weitermacht, könnte das Land im Norden sich
bald mit dem ersten kompletten 3G-Netzwerk in Europa rühmen. Eine
schwedische Baufirma wurde beauftragt eine 3G-Infrastruktur zu bauen, im
speziellen Antennen und sonstige fundamentale Hardware. Momentan werden
diverse Grundstücke aufgekauft und auch die detaillierten Pläne für das
Netzwerk sind bereits fast fertiggestellt. Welche Regionen in Schweden
zuerst in den Genuss der Technologie kommen werden ist momentan noch unklar.
Die 2 Telcounternehmen hinter diesem Projekt sind Hi3G und Europolitan
Vodafone.
2. Trotz Rezession investiert Orange stark in UMTS
Der französische Telekommunikationsgigant Orange hält sich auch trotz der
schlechten wirtschaftlichen Lage an seine Pläne. Das Unternehmen plant bis
zu 5 Milliarden £ in das britische 3G Netzwerk zu investieren. Andere
Telekomunternehmen in ganz Europa haben ihre Finanzen um ein vielfaches
reduziert und einige benötigen gar finanzielle Unterstützung von
Grossbanken. Obwohl es niemanden überraschen würde, wenn eine wirkliche
Wirtschaftskrise eintritt, möchte Orange immer noch eine der ersten
UMTS-Anbieter in Europa werden.
3. Kanadische Mobile-Kooperation
Bell Mobility und Telus Mobility, zwei der grössten mobile Provider in
Kanada haben ihre strategische Kooperation bekanntgegeben. Mit dieser
Partnerschaft folgen diese Unternehmen dem Beispiel vieler anderer
Telekomunternehmen, welche aus finanziellen Gründen auf eine Allianz mit
Konkurrenten eingegangen sind. Der Pakt wird erstmal für eine Dauer von 10
Jahren gültig sein. Wenn die ganze Kooperation in Kraft getreten ist, werden
die 2 Unternehmen mehr als 90% vom ganzen kanadischen Markt erreichen
können.
4. Französische Regierung senkt die Preise für die 3G-Lizenzen.
Die französische Regierung hat die Preise für die 3G-Lizenzen auf 619
Millionen Euros reduziert. Ursprünglich sollten die Lizenzen fast 5
Milliarden Euros kosten. Die Preise wurden gesenkt, da sich die französische
Regierung nicht sicher war, ob sonst die hohen Summen manche 3G-Provider
nicht in den finanziellen Ruin getrieben hätten. Die Unternehmen France
Telekom, Bouygues und Vivendi Universal, welche eine Lizenz inne hatten
begrüssten diese Handlung der Regierung. Die Regierung wird ausserdem noch
versuchen 2 andere Lizenzen zu verkaufen.
5. Deutsche Regierung weigert sich, die 3G-Lizenzkosten zu senken
Im Gegensatz zur französischen Regierung, möchte die deutsche Regierung an
ihren Preisen für die UMTS-Lizenzen festhalten. Die Regulierungsbehörde für
Post und Telekommunikation (auch RegTP) sieht keinen Grund für die Senkung
der Preise, da sich die Telekommunikationsunternehmen in der momentanen
Rezession gut halten würden. Trotz allem denkt die RegTP darüber nach
eventuelle Änderungen am Zahlungsplan (z.B. Verkleinerung der Raten)
vorzunehmen um die Lizenzinhaber ein bisschen finanziell zu entlasten, so
dass schnell ein paar Profite gemacht werden können wenn die 3G Netzwerke in
Betrieb genommen werden.
6. Sony-Ericsson verschiebt die Ankunft von 3G-Handys
Der neue Handygigant Sony-Ericsson möchte den Release von ihren 3G-Handys um
einige Zeit verschieben. Die Firma möchte sich momentan voll auf GPRS und
andere 2.5G Technologien konzentrieren. Bis jetzt hatte sich Sony-Ericsson
schon auf 3G-Handys fixiert und wollte die ersten Handys dieser Art schon
Ende nächstes Jahr auf den Markt bringen. Doch auf Grund der diversen
Verzögerungen im Aufbau von UMTS-Netzwerken auf der ganzen Welt hat sich
Sony-Ericsson nun entschieden die Handys noch nicht zu veröffentlichen, da
nur sehr wenige Kunden die Technlogie überhaupt benützen könnten.
7. GPRS-Start in China - China Mobile
China Mobile wird in den nächsten 3 Monaten beginnen ihr GPRS-Netzwerk in
Betrieb zu nehmen. Der chinesische Operator hat eine Kooperation mit Nokia.
Die finnische Firma baute für China Mobile die Infrastruktur auf. In den
ersten Monaten rechnet China Mobile mit ca. 2 Millionen GPRS-Abonnementen,
doch diese Zahl kann sich schnell steigern, falls die Infrastuktur hält was
sie verspricht. Viele Experten halten China nach wie vor für eine fast
unberührte riesige Goldmine im Speziellen für Telekommunikation. Die Gründe
für diese Annahmen sind die mehr als 1 Milliarde Chinesen, welche alle
Kunden werden könnten, sowie die neue chinesische Regierung, welche alles
daran setzt das Wirtschaftswachstum in China anzukurbeln.
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